Oahu – The Gathering Place

O’ahu ist die touristischste der Inseln und ich empfehle, die für ihren Strand Waikiki Beach so berühmte Hauptstadt Honolulu tendenziell links liegen zu lassen. Es ist überlaufen und laut – gerade der Strandabschnitt ist eine Art Ballermann für Festland-Amerikaner. Hier finden sich Hotelburgen, Shopping Malls, überfüllte Restaurants und Verkehrschaos. Wenn man Waikiki Beach nicht sieht, verpasst man meines Erachtens sprichwörtlich nichts, denn der schöne Strand ist überfüllt und unter den Menschenmengen kaum sichtbar. Nur wenige Meilen weiter ist der Strand nicht weniger traumhaft, dafür aber menschenleer oder maximal von ein paar Locals besucht.

Übrigens eignet sich Hawaii wenig zum Outlet-Shoppen. Es gibt zwar ein Premium Outlet aber das ist überschaubar und unspektakulär. Die Malls sind zwar hübsch (vor allem die Ala Moana Shopping Mall), unterscheiden sich aber nicht von Einkaufszentren auf dem US-Festland oder in Europa. Honolulu bietet umfangreiche Shopping-Möglichkeiten, aber die sind eher preisintensiv. Charmant ist jedoch, dass man viele kleine Surfer Shops und sowie lokale Lädchen auf den Inseln findet und dort kann man stundenlang stöbern und shoppen.


The Jumping Flea – Factory Tour bei Kamaka, KoAloha und Kanilea

Und ich muss mir selbst direkt widersprechen, denn eine Sache für die es sich definitiv lohnt, nach Honolulu zu fahren sind die Ukulele-Fabriken. Kamaka oder KoAloha haben ihre Fertigungen in der Hauptstadt, alternativ befindet sich an der Ostküste in Kaneohe die Fabrik von Kanilea. Mindestens einen dieser Hersteller sollte man unbedingt besucht haben, um dieses zauberhafte kleine Instrument zu verstehen, das das Bild von Hawaii so sehr prägt und das in der Tat auf den Inseln allgegenwärtig ist. Es lohnt sich übrigens in der Tat, sie alle einmal zu besuchen (eine pro Reise reicht und wie schon gesagt, wenn man einmal auf Hawaii war will man immer wieder hin). Insbesondere Kamaka ist ein unvergleichliches Highlight, denn der inzwischen weit über 90jährige Sohn des Gründers führt häufig persönlich die Besuchergruppen durch die Factory und verzaubert mit Esprit, Witz und einem unvergleichlichen Lachen, das ansteckt. Interessanter Weise haben alle Fabriken ihre ganz eigene Bauart für die Ukulele kultiviert und man lernt bei jeder Führung etwas dazu. Sie werden in der Regel Mo-Fr  gegen angeboten. Am besten online recherchieren oder anrufen und nachfragen, eine Anmeldung ist aber in der Regel nicht nötig. Neugierig geworden?! Im Blogpost von Uke Supply erfahrt ihr noch mehr über die Hersteller und ihre Ukulelen: Zuhause bei den weltbesten Ukulele-Herstellern

Dein Urlaub ist vorbei und du ärgerst dich, keine Ukulele gekauft zu haben? Keine Sorge, du kannst sie auch in Deutschland bekommen, zum Beispiel bei www.UkeSupply.de, wo du neben jeder Menge Ukulelen auch gleich die passenden Ukulele-inspirierten T-Shirts und natürlich jede Menge Zubehör bestellen und dir damit ganz viel Aloha nach Hause liefern lassen kannst.


Links Honolulu und Süden

Makua Beach: entlegen und einsam, diesen Strand teilt man nur mit den Locals. Spannend ist auch die Fahrt dorthin, weil sie durch eine gänzlich untouristische Gegend führt und die sozialen Missstände doch recht deutlich werden
https://goo.gl/maps/ag6PCJdqgET2

Cooles Einkaufszentrum (hier war ich selbst noch nicht, es steht aber oben auf meiner Liste)
https://goo.gl/maps/YArn3SvVhHk

Kanile‘a Ukulele Factory & Shop
https://goo.gl/maps/esgCUiY28Pp

Kamaka Ukulele Factory & Shop
https://goo.gl/maps/dxaTqsqamnx

KoAloha Ukulele Factory & Shop
https://goo.gl/maps/kCpqSo3BDQo

Nu Pali Lookout: Atemberaubend schön!
https://goo.gl/maps/gVkya2U1SMz


Cruisin’ the Beaches and the Farmers Markets

So richtig hübsch wird Oahu, wenn man Richtung Osten aus Honolulu und an Waikiki Beach in Richtung Diamond Head herausfährt. Die Straße führt an menschenleeren Stränden entlang, vorbei an Klippen, Vulkankratern, zauberhaften Landschaften und ganz kleinen sowie nur wenig größeren Orten. Der Weg weiter Richtung North Shore entlang der Küste ist zauberhaft schön und erobert das Herz mit weißsandigen Stränden und bildschöner Landschaft, geprägt von Wasser, blauem Himmel und dramatischen, samtig grünen Bergen. Eigentlich schaffen es nur Panoramabilder, diese überwältigende Schönheit dieser Landschaft einzufangen – wenn auch nur im Ansatz. Man sollte anhalten, aussteigen und zunächst ganz ohne Ablenkungen durch Kamera oder Smartphone diese unvergleichliche Szenerie auf sich wirken lassen.

Auf dem Weg gen Norden kommt man vorbei an verschiedenen Farmers Markets und es lohnt sich vorher online zu checken, wann und wo der nächste stattfindet, um sie nicht zu verpassen. Die Farmers Markets – in der der Tat auf allen Inseln – sind ein Fest für die Sinne und man kann sich kaum satt sehen an den Ständen mit lokalem, biologisch angebautem Obst und Gemüse.

Ananas, die in Deutschland allzu oft säuerlich schmecken und ein unangenehmes Brennen im Mund hinterlassen, schmecken hier so unvergleichlich süß und saftig, dass man davon nicht genug bekommt. Dasselbe gilt für Papayas, Mangos, Passionsfrucht, die den goldigen hawaiianischen Namen „Lilikoi“ trägt, eine schier unglaubliche Vielfalt an Avocados und die schmackhaften Apple oder Ice Cream Bananas (beide himmlisch). Es gibt selbstgemachte Aufstriche aus Nüssen, Kokos in jeder möglichen Verwendung und köstliche Backwaren – von leckerem Brot über Kuchen, Health Bars und Muffins – und alles auf diesen Märkten ist eine Geschmacksexplosion.

In regelmäßigen Abständen säumen zudem Food Trucks den Weg in den Norden. Von der teils abgerissenen Optik solltest du dich nicht stören lassen, das Essen ist in der Regel frisch, häufig lokal angebaut und ausnehmend köstlich!! Sehr lecker – wenn auch eine Schweinerei sondergleichen – sind die Garlic Shrimp von Giovannis Shrimp Shack. Den kann man kaum übersehen, weil immer eine lange Schlange davor steht. Tipp: Am besten aufteilen: Einer holt die Shrimp, der andere direkt neben der Picknick Area die köstlichen mit unterschiedlichen Gewürzen marinierten Maiskolben. Die werden zwar wenig stilvoll mit dem Bunsenbrenner gegrillt, sind aber so yummy!!

Surf Mekka Haleiwa

Ganz klar die Perle O‘ahus ist Haleiwa. Das charmante Surfer-Städtchen erstreckt sich einige Meilen weit entlang der North Shore mit ihren umwerfenden Surfstränden – umwerfend sind hier sowohl die Strände als auch die Surfer – den Stadtkern jedoch bildet die Hauptstraße von der Rainbow Bridge am Hafen bis ganz hinten zur Ukulele Site (die ich unbedingt empfehle, wenn eine kleine Ukulele den Weg zurück in die Heimat finden soll). Hier kann man gemütlich schlendern und den Tag in Galerien, Shops und beim Essen dahinfließen lassen. Überhaupt gilt: Einen Gang runter schalten. Vielleicht auch zwei. Den Rest erledigt Hawaii.

Die köstlichsten Kuchen und Muffins und großartigen Kaffee gibt es in der Coffee Gallery am Marketplace (die Aloha Bar dort – unfassbar lecker!). Ein Stück weit die Straße runter gibt es linkerhand einen unscheinbaren, winzigen aber beindruckend gut sortierten Bio Laden, der ebenfalls leckeren Kaffee anbietet. Vis a vis: mehr Food Trucks. Außerdem gibt es in Haleiwa großartige Açai Bowls, unter anderem bei Haleiwa Bowls, wo man sich am besten gleich ein leckeres Glas Kombucha dazu holt. Zudem findet man in Haleiwa ein paar ganz zauberhafte kleine Galerien und Gift Shops. Es lohnt sich also Zeit einzuplanen und zu bummeln. Wem die Sonne Lust auf Eis macht, dem sei Scoop of Paradise empfohlen: köstliche, cremige Sorten, in kleinen Mengen vor Ort hergestellt. Obwohl Shaved Ice eine der vermeintlichen Must Do’s für jeden Besucher ist, rate ich davon an dieser Stelle ab. In der Regel werden die vom Eisblock rasierten Wassereisflocken mit künstlich aromatisiertem Sirup übergossen. Das ist lediglich süß und weit entfernt von köstlich. Dann doch lieber das hübsche Örtchen wirken zu lassen. (On a side note: Wer es unbedingt kosten möchte, sollte das umwerfendes Shave Ice von The Fresh Shave auf Kaua’i probieren, hergestellt aus frischen Zutaten und voller Geschmack. Trust me, dieses oder gar keins!)


Links North Shore
Pu’u O Mahuka Heiau State Historic Site: Beeindruckend große heilige Stätte
https://goo.gl/maps/8vLQZXdxAs72

Celestial Natural Foods: wundervoller kleiner Hippie Bio Laden https://goo.gl/maps/CJqE2RWLGvS2

The Beet Box Café: unfassbar gutes Essen
https://goo.gl/maps/hZs9v1zsc1D2

Coffee Gallery: toller Kaffee, leckeres Frühstück und diese Sweet Treats – OMG! Try the Aloha Bar!
https://goo.gl/maps/LGVX6jETqvH2

Scoop of Paradise: Großartiges Eis
https://goo.gl/maps/SP4Zr5C7XPy

Haleiwa Bowls: Fantastische Acai Bowls und Kombucha on tap
https://goo.gl/maps/acHmKjAs2jS2

zum Genießen am besten an den Haleiwa Alii Beach Park gehen (im Winter kann man hier den Surfern beim Contest zusehen)
https://goo.gl/maps/H1bxQjqGFx42

Kealia Trail: Mein (bisheriger) Lieblingswanderweg mit einem wundervollen Blick über die North Shore. Steil aber in Flip Flops managable (sofern man geübter Flip Flop Läufer ist)
https://goo.gl/maps/qC4KTXacuWP2

Ukulele Site: Shop them!
https://goo.gl/maps/9s4uVWhbVsT2

North Shore Tacos: The best, nach einem langen Abenteuertag
https://goo.gl/maps/s2JGhDXTCnD2

Shark’s Cove: lovely snorkelling, aber unbedingt sehr früh kommen und Wasserfüße anziehen
https://goo.gl/maps/4WuvoBnrzM12

Dole Plantation: touri, aber genau deshalb lustig (all things pinapple) und die Ananas sind köstlich!
https://goo.gl/maps/BiyYN5Gg8Xu

Banzai Pipeline: Leckere Häppchen auf Brettern bzw. World Class Surfer on display 😉
https://goo.gl/maps/4Hfe4vZz2Mt


Ein Abenteuer in Haleiwa das mich zutiefst beeindruckt hat und das ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann – ist ein Schnorchel-Trip mit dem Team von One Ocean Diving. Das junge Team aus Meeresbiologen, Forschern und Tauchern hat sich ganz dem Schutz von Haien verschrieben und tut enorm viel für die Beobachtung und Aufklärung über diese wahrlich beeindruckenden Wesen und ihre Bedrohung durch den Menschen. Wer mit One Ocean schnorcheln geht, ist in sehr kleinen Gruppen unterwegs (maximal sechs Personen plus Team sind an Bord) und geht in noch kleineren Gruppen von maximal drei Personen ins Wasser – frei, also ohne Käfig und genau dort, wo die Haie sich nach ihrer morgendlichen Jagd zum Entspannen zurückziehen. Es ist faszinierend: Man taucht mit rasendem Herz ins Wasser, denn mit einem im Wasser schwimmen hunderte Galapagos und Sandbar Sharks und wir sind alle medial geprägt und zunächst ängstlich, doch nach einer  Weile wird man unglaublich ruhig und ergriffen, denn die Haie sind friedlich, vorsichtig neugierig und unendlich elegant und schön. Mit etwas Glück kann man sogar einen Hammerhai oder sogar einen Tiger Shark erspähen. Ein Pelagic Dive mit One Ocean ist wundervolles, lehrreiches Abenteurer, das das Herz mit überbordendem Glück erfüllt und einen die Welt aus einer ganz neuen Perspektive sehen lässt.

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