Hawaii – The Big Island

Wenn man auf der jüngsten und größten der Hawaiianischen Inseln ankommt, könnte man zunächst meinen, man lande auf einem Acker. Soweit das Auge reicht, erst einmal sieht man nur große Flächen schroffer, aufgerissener, schwarzer Lava. Doch Big Island ist viel mehr und vereint so viele vermeintliche Widersprüche in sich, dass es nicht langweilig wird, die Insel zu erkunden. Nicht umsonst ist sie neben Maui meine absolute Lieblingsinsel.

Im Vergleich zu Maui und den anderen Inseln jedoch muss man sich hier auf sehr viel weitere Strecken und längere Fahrtzeiten einstellen – und jeder Meter lohnt sich. Meine Empfehlung ist ganz klar, auf der Kona-Seite der Insel zu bleiben und die Insel von hier aus zu erkunden. Hilo auf der anderen Seite, ist zwar ausnehmend hübsch und landschaftlich beeindruckend, aber es ist auch die wetterzugewandte Seite und häufig verregnet, warm und schwül. Der Himmel über Kailua-Kona hingegen wacht meist zu strahlend sonnigen Morgenstunden auf, zieht über den Tag hinweg mit sanfter Wolkenbildung zu, regnet sich gegen späten Nachmittag (meist recht kurz) ab und klart dann wieder auf. Dieser Wechsel zwischen Regen und Sonne, verbunden mit der fruchtbaren Hawaiianischen Vulkanerde, machen die Region ideal für Kaffee – und der ist dort wirklich überall ein Genuss. Eine Führung über die historische Greenwell Farm ist sicher kein absolutes Must Do, aber sie ist sehr spannend und charmant gemacht und schon deshalb einen Besuch wert, weil man viel über die köstlichen Bohnen und die lokalen Besonderheiten des Kaffeeanbaus erfährt.


Links Kailua Kona
Kona Brewing Co: etwas touri, aber worth the experience 🙂
https://goo.gl/maps/iUBQ9gbqX262

Island Naturals Market & Deli: try dried pineapple, apple bananas & mac nuts from the bulk food area
https://goo.gl/maps/kL4YYYF8jJL2

You Make the Roll: best sushi EVER (takes some time as they also do loads of phone orders)
https://goo.gl/maps/2HXA6xo26kG2

Rebel Kitchen: great Burgers & Fries and the world’s best homemade ketchup (also a place where locals go):
https://goo.gl/maps/WGkQm35J6s42

Strawberry Patch: Local produce make up main ingredients, so yummy:
https://goo.gl/maps/hERV8U4p1V32

Annie’s Island Fresh Burgers: Great burgers but defo try the purple potatoe salad (devine!)
https://goo.gl/maps/JF8MnGcak3v

Da Poke Shack: great poke
https://goo.gl/maps/hSw8LvbQoNA2

Greenwell Farms Inc: great for coffee farm tours (free)
https://goo.gl/maps/EUv6eZbfmP12

Pure Kona Green Markets: wonderful sunday farmers market
https://goo.gl/maps/GZqRNyzMEU62

Snorkeling (always apply reef protective sunscreen, it’s the law!)
Kealakekua Bay Marine Life Conservation District: great snorkeling (with spinner dolphins) & SUP spot, Achtung, you need a permit! Get both board and permit from Kona Boys!
https://goo.gl/maps/iJ56bXTnST92

Kona Boys, Inc.
https://goo.gl/maps/qzuEpDEnoi62

Honaunau Beach Rd Snorkeling access: Crazy good snorkeling with hundreds of colorful reef fish and sometimes honus. Uunbedingt wasserfüße tragen!!!!:
https://maps.google.com/?cid=3315231820698437621&hl=en≷=us

Kahaluu Beach Park: Hier gegen 17:00 Uhr snorkeln und die Chance ist groß, dass man Honus sieht:
https://goo.gl/maps/1TV9otaikUu

Ka’awa Loa Plantation: Bestes B&B on earth!
https://goo.gl/maps/EAtqSpEQnbL2


Paradise on Earth: Die Ka’awa Loa Plantation

Sagte mir jemand, ich solle benennen, was an der Ka’awa Loa Plantation das schönste ist, ich wüsste nicht, wo ich beginnen sollte. Bei den mit Liebe zum Detail eingerichteten, überaus stilvollen Zimmern? Bei den wild-romantischen Outdoor Lava Rock Showers? Bei der herrlichen Porch (oder Lanai, wie man auf Hawaii sagt) mit sagenhaftem Blick über die Kealakekua Bay, die Spielplatz für Delphine ist? Beim üppigen Frühstücksbuffet, das die Gäste des kleinen Bed & Breakfast jeden Morgen mit frischen Papayas, Apple Bananas, Mangos und was die hauseigene Farm sonst noch hergibt verwöhnt? Was die Hosts Michael und Greg hier in Captain Cook aufgebaut haben, ist wahrlich paradise on earth. Ihre Gastfreundschaft und ihr untrügliches Gespür dafür, wie man einen Ort – und den Aufenthalt der Gäste – perfekt macht, sind konkurrenzlos und für mich kann es The Big Island nur mit ihrem Plantation Home geben.

Der jüngste Ort der Erde: Volcanoes National Park

Fährt man über die Südspitze nach Richtung Hilo kommt man über die Crater Rim Road in den Volcanoes National Park für den man sich unbedingt mindestens einen Tag Zeit nehmen sollte, allein schon um die unfassbaren Weiten an erkalteter Lava zu sehen und zu bewandern. Worte können das Gefühl nicht beschreiben, das einen angesichts der schieren Ausmaße beschleicht. Es ist atemberaubend und bis ins Mark aufrührend zu wissen, dass man auf dem jüngsten Boden der Erde steht und die Insel unter den eigenen Füßen, zischend und brodelnd, weiter wächst.  Um tatsächlichen live Lava Flow zu sehen, sollte man am besten kurzfristig recherchieren, denn die Bedingungen ändern sich sehr schnell – manchmal fließt die Lava deutlich sichtbar und hinterlässt Brände und weite dampfende Lavaflächen, manchmal ist der glühende Strom nur von einem Boot vom Wasser aus zu beobachten. Sofern man nicht die Gelegenheit hat, nah heranzukommen, trösten Steam Vents und Sulphur Banks leicht darüber hinweg. Im National Park erfährt man neben geologischen und erdgeschichtlichen Zusammenhängen viel über die Mythen und Sagenwelt der Hawaiianer und man ist angesichts der deutlich spürbaren Naturgewalten ohne Zögern bereit, an die Vulkangöttin Pele und den Pantheon der Hawaiianischen Götter zu glauben. Ohnehin sind die National Parks auf Big Island und den anderen Inseln durch die Bank weg empfehlenswert. Sie sind mit großer Liebe zum Detail gestaltet und geben spannende Einblicke in die Geschichte der Inseln, die das Leben und die Kultur der Inseln bis heute prägt.

Es lohnt sich übrigens einen Jahrespass zu kaufen, wenn man mehr als einen Park besichtig, denn der Pass gilt für alle Inseln und wirklich all Parks sind unbedingt einen Besuch wert. Sie sind sehr lehrreich, extrem authentisch und man kann ohne Mühe Stunden damit verbringen, darin herumzustromern, auf den Pfaden der Chiefs und Priester, der Fischer und der Götter zu wandeln und Hawaiis belebte Geschichte zu entdecken.


Links Hawaii Volcanoes National Park
Hawaiʻi Volcanoes National Park
https://goo.gl/maps/V1NpSco5fJH2

Crater rim Road (partly closed)
Steam Vents
https://goo.gl/maps/nK3h4pCEtCk

Sulphur Banks
https://goo.gl/maps/Xxx9FaqoPjA2

Kilauea Iki Trailhead
https://goo.gl/maps/FrKzMXCoNV92

Kilauea Overlook
https://goo.gl/maps/3NdGh42XbzK2

Jaggar Museum (do it, quite informative)
https://goo.gl/maps/f2K2qPdoUFm

Chain of Craters Rd (crazy beautiful)
Chain of Craters Rd, Pāhoa, HI 96778
https://goo.gl/maps/QKLmK9LVCq22

Pu`u Loa Petroglyphs
https://goo.gl/maps/wf7JeLDmCpx

Lava Taking Back The Road (ab hier kann man über Lava wandern)
https://goo.gl/maps/wNqC7mGRXuw



Links National Parks on The Big Island
Pu’uhonua O Honaunau National Historical Park
https://goo.gl/maps/DGuWr6tbUym

Pu’ukohola Heiau National Historic Site
https://goo.gl/maps/jQC2fqX6CJC2

Lapakahi State Historical Park (falls du so weit hoch kommst)
https://goo.gl/maps/Be3jcSi4EtK2


Noch höher als der Haleakalā auf Maui erhebt sich der Mauna Kea über Big Island. Hier, an einem der entlegensten Flecken der Erde und frei von störender Lichtverschmutzung, erforschen Wissenschaftler den Nachthimmel – und lassen Besucher daran teilhaben. Wie der Haleakalā kann auch der Manua Kea mit dem Auto befahren werden, allerdings ist das letzte Stück der Strecke eine Kiesstraße, die nicht ganz einfach zu fahren ist und für die man definitiv einen 4WD braucht. Oben angekommen belohnt ein beeindruckender Sonnenuntergang für die mühevolle Fahrt – die abwärts nicht weniger aufregend und spannend sind. Auf dem Rückweg sollte man unbedingt am Visitor Center Halt machen, allein schon um sich zu akklimatisieren. Zudem finden dort jeden Abend Stargazing Parties statt, quasi ein Zeitvertreib der Wissenschaftler, die sich nach ihrer Arbeit in den Observatories ebenfalls akklimatisieren müssen und auf Höhe des Visitor Centers übernachten. Wenn der Mond neu ist, sieht man den Sternenhimmel so umwerfend klar, dass er aussieht als wäre er mit einer Staubschicht bedeckt. Die Milchstraße tritt so strahlend hervor, dass man vor lauter Faszination nicht merkt wie der Nacken steif wird vom Nach Oben Starren. Also unbedingt den Mondkalender checken und den Besuch des Mauna Kea danach planen. Übrigens sollte man auch immer vor der Auffahrt die Konditionen checken. Nicht selten ist der Zugang zum Summit aufgrund von Wetterbedingungen (oft sogar Schnee) gesperrt. In diesen Fällen kann man zwar meist bis zum Visitor Center fahren, wenn der Himmel jedoch verhangen ist, sieht man auch keine Sterne. Außerdem sollte man früh genug hochfahren und genügend Zeit einplanen, später als 16 Uhr sollte man vom Fuß des Vulkans nicht starten).


Links Mauna Kea
Mauna Kea: take water, 4WD or guided tour, aclimate at visitor center (stay there for star gazing after returning from summit)
https://goo.gl/maps/FDCYphFthLv

Check Conditions before you go up there: http://mkwc.ifa.hawaii.edu/current/road-conditions/


Der Norden Hawaiis ist Cowboy Town. Hier finden sich unendliche Weiten an Grasland auf denen glückliches Vieh (wunderschöne schwarze, braune und gefleckte Kühe) entspannt weidet. Die Landschaft ist saftig grün und windgepeitscht und zu Weilen mutet es an, als wäre man auf Irland unterwegs.


Links Norden
Pololū Trail
https://goo.gl/maps/ve2txqMMSoD2


Ganz gleich ob zum Surfen, Schnorcheln oder Wandern über Vulkane oder an steilen Klippen, auf Hawaii ist so ziemlich jeder Sport möglich. Gerade das Schnorcheln ist in den vulkanischen Küsten einfach faszinierend, ein bisschen so, als würde man den Kopf ins Aquarium halten. Nur dass die Fische größer sind und man von Honu (Schildkröten) oder mit Glück sogar von Spinner Dolphins begleitet wird. In Captain Cook kann man bei Two Steps (gleich neben einem absolut empfehlenswerten Nationalpark mit dem unaussprechlichem Namen Pu’uhonua o Honaunau) sehr bequem ins Wasser steigen und sieht Unmengen von kleinen und großen Fischen, einzeln oder in Schwärmen, gestreift schimmernd oder mit bunten Polka Dots. Wichtig: Auch hier nur reef protective sunscreen nutzen und unbedingt Wasserfüße tragen, sonst schneidet man sich schnell die Füße an den scharfkantigen Steinen auf.

Es lohnt sich, mindestens vier Tage auf Big Island zu bleiben – auch um die großartigen Restaurants und Farmers Markets zu besuchen. Für ein köstliches Essen lohnt sich ein Stop bei Annies, einem unfassbar guten Burger Restaurant (unbedingt den Purple Potatoe Salad probieren), im Strawberry Patch (direkt an der Hauptstraße gelegen und so umwerfend gut –  es war so lecker, dass ich den Teller ablecken musste und ob ihr noch könnt oder nicht, Dessert ist ein MUSS) und im Rebels Kitchen (das hausgemachte Ketchup ist ein Gedicht). Außerdem gibt es auch auf der größten der Hawaiinischen Inseln tolle Restaurants, um das typische Plate Lunch (Fisch oder Fleisch begleitet von Reis und Makkaroni-Salat) oder Poke (marinierter, frischer Fisch) zu probieren. You Make the Roll ist ein unscheinbarer Sushi-Laden, in dem man das leckerste Sushi bekommt, das ich je gegessen habe. Kein bisschen stylisch aber umwerfend köstlich!

Auch auf Hawaii lohnt es sich, die Farmers Markets im Auge zu behalten und einen Besuch einzuplanen, sei es um sich ein authentisches Souvenir zu sichern oder einfach nur von den Köstlichkeiten der Inseln zu probieren. Und wie auf den anderen Inseln auch, sind die Health Food Stores ein wundervolles Abenteuer. Der Island Naturals Market in Kona liegt ganz in der Nähe der Kona Brewing Company – die Führung ist zwar ein bisschen touristisch und auch nicht sehr lang, aber man kann viele Sorten des leckeren Biers verkosten und sich jeden Abend zur Happy Hour den Growler kostengünstig auffüllen lassen.

Ein umwerfendes Erlebnis – und wieder  ist Hawaii so typisch, einzigartig, traumhaft und Herzrasen-erzeugend schön – ist Green Sands Beach. Dorthin zu kommen erfordert einen 4WD und etwas Mut, denn die Straße ist nichts für sensible Seelen. Wer sich selbst nicht traut, heuert einen der Locals an, die am „Parkplatz“ vor Green Sands Beach warten. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn der grün funkelnde Strand ist einer von nur vier grünen Stränden auf dieser Welt. Vulkanisches Olivin lässt ihn schimmern wie die Smaragdenstadt und das türkisfarbene Wasser in der geschützten Bay lädt zum Schwimmen und Träumen ein.


Links Süden
Papakōlea Green Sand Beach
https://goo.gl/maps/d9NaaQT1WSF2
start here: https://goo.gl/maps/jeHeHjrh4A22

Whittington Beach Park
https://goo.gl/maps/SrgVbXdkKTs


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